Burgstraße 1 - 10 jahre bis zum neubau

Ein langer Weg bis zum Neubauprojekt. Ein Überblick der jahrelangen Bemühungen für eine Lösung.

Das im Volksmund als „Drogerie Zapf“ bekannte Wohn- und Geschäftshaus war in der Vergangenheit im Familienbesitz. Nach mehrjährigem Leerstand erfolgten Verkaufsbemühungen und langjährige Aktivitäten der Stadt Rehau an diesem stadtbildprägenden Ort, um eine Wiederbelebung zu erzielen.

Das Gewerbe für die Drogerie wurde am 31.12.1989 abgemeldet. Seitdem war das Erdgeschoß ungenutzt. Die Ladeneinrichtung der Drogerie und etliche typische Geräte, Behältnisse und Ausstattungsgegenstände wurden im Museum am Maxplatz der Stadt Rehau wieder aufgebaut und stehen zur Besichtigung der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die damalige Eigentümerin nahm im Jahr 2001 mit der Stadt Rehau Kontakt auf, um zu klären, wie das Haus künftig genutzt werden kann. Vom Stadtbauamt wurde eine Nutzungsuntersuchung erstellt, um Wohnflächen wie auch Grundrissorganisationen zu klären.

Die Versuche der Eigentümerin in den folgenden sechs Jahren, das Objekt selbst oder über Dritte zu sanieren bzw. einer Neubebauung zuzuführen, waren jedoch nicht erfolgreich. Schließlich kaufte die Stadt im Jahr 2007 das Anwesen, um eine endgültige Fehlentwicklung zu vermeiden und selbst die Planungshoheit in der Hand zu haben.

Seitens der Stadt Rehau wurde die Erstellung eines Nutzungskonzeptes für die Sanierung sowie ein Kostenvergleich mit einem Ersatzneubau veranlasst. Mit dem Gutachten wurde versucht, Investoren, Mieter und Interessenten zur Sanierung des Gebäudes anzuwerben. Das Sanierungsrisiko und die Kosten waren allerdings immer zu hoch. Eine öffentliche Nutzung durch die Stadt Rehau mit der optimalen Förderung im Rahmen der Städtebauförderung konnte nicht gefunden werden.

Nachdem man mit den bisherigen Bemühungen feststellen musste, dass sich bei einer Sanierung und der sich aus den Kosten ermittelten Miete nur schwer ein Mieter finden lässt, der diese erforderliche Miete auch bezahlt, wurde ein Neubaukonzept durch den Architekten Beyer aus Döhlau erstellt. Dazu wurde allerdings seitens der Regierung von Oberfranken die Zustimmung verweigert.

Im Jahr 2010 verfolgte die Stadt Rehau die Nutzungsidee einer Brauereigaststätte, wofür das komplette Gebäude als Gaststätte und Schaubrauerei genutzt worden wäre. Hierfür gab es bereits interessante Planungen und die Gespräche mit dem Pächter waren sehr weit fortgeschritten. Leider scheiterte dieses Projekt daran, dass der Pächter keine Finanzierung sicherstellen konnte.

Daraufhin wurde die Sanierung des Gebäudes als Wohn- und Geschäftshaus wieder aufgegriffen und nach potentiellen Mietern vor allem für das Erdgeschoss als Ladengeschäft gesucht. Letztlich konnten aber auch dafür keine geeigneten Interessenten gefunden werden, was entweder an der zu kleinen Verkaufsfläche oder an der zu hohen aber aus wirtschaftlichen Gründen erforderlichen Miete scheiterte.

Im Jahr 2012 erfolgte ein Plangutachten durch die RSP-Architekten aus Bayreuth für eine Sanierung des Gebäudes mit der anvisierten Nutzung des Erdgeschosses als Ladengeschäft, des ersten Obergeschosses als Praxisräume und das Dachgeschoss als Wohnung. Diese Planung war konkret auf Mietinteressenten zugeschnitten und wurde mit den zuständigen Stellen, Regierung von Oberfranken, Denkmalschutz und Kreisbauamt, sogar als tragfähig abgestimmt. Leider erklärten hierzu die Mieter kurz vor Bauantragstellung, aufgrund persönlicher Umstände, Anfang des Jahres 2013 ihren Rücktritt von einer Anmietung.

Im Jahr 2014 ist die Stadt Rehau dann mit ihren Immobilien in die Vermarktungsoffensive gegangen. Hieraus hatte sich das Interesse der Firma PROBAU für die Drogerie Zapf ergeben. Im Rahmen der Untersuchung wurde von einer Sanierung Abstand genommen und ein Ersatzneubau geplant. Es folgten mehrere Abstimmungen, über die grundsätzliche Richtung zum Neubau und mögliche Gestaltungsansätze mit der Regierung von Oberfranken, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Landratsamt Hof. Im Dezember 2014 fand die abschließende Entwurfsbesprechung statt und es wurde vereinbart, dass der Bauantrag gestellt werden kann.

Mit Bescheid vom 21.01.2016 erteilte das Landratsamt Hof die Baugenehmigung. Am 31.08.2016 genehmigte die Untere Bauaufsichtsbehörde die Tektur, mit welcher der Bauherr auf die Nachfrage nach Stellplätzen für die Wohnungen reagierte.

Nachdem bis zum Winter 2016 die ersten Wohnungen verkauft werden konnten, wurde von der Firma Probau der Baubeginn für das Frühjahr dieses Jahres festgelegt. Verzögerungen ergaben sich noch aufgrund der Anmeldung zur Förderoffensive Nordostbayern. Der nun in diesem Förderprogramm geförderte Abbruch wurde Ende Mai begonnen. Im Sommer werden die Rohbauarbeiten beginnen. Die Bezugsfertigstellung wird bis Ende Juni 2018 erfolgen.

Nach den langjährigen und trotz aller Rückschläge nie aufgegebenen Bemühungen seitens der Stadt Rehau für eine geeignete Lösung an diesem Standort können Verwaltung, Stadtrat und die Rehauer Bevölkerung aufatmen, dass es nun wirklich absehbar ist, wann das neue Gebäude fertiggestellt sein wird. „Es hat 10 Jahre gebraucht, bis endlich die Bagger anrollen und den Missstand mitten im Stadtzentrum beseitigen konnten“, zeigt sich 1. Bürgermeister Michael Abraham froh darüber, dass es nun zur Umsetzung des Neubaus kommt.


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1. Bürgermeister Michael Abraham1. Bürgermeister Michael Abraham kümmert sich um die Belange der Rehauer        Gewerbebetriebe persönlich.

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