Grundsteinlegung "An den Marktwiesen 6"

Am Pilotprojekt „An den Marktwiesen 6“ der Gewog-Rehau haben Anfang Juni die Bauarbeiten begonnen. Nachdem nun die Fundamente für den neuen Gebäudetyp steht, trafen sich alle Verantwortlichen mit Bürgermeister Michael Abraham zur Grundsteinlegung.

Architekt Jürgen Becker von der Gewog Rehau hat in enger Abstimmung mit dem Stadtbauamt eine Gebäudeplanung entwickelt, die hohe Ansprüche an die Innenstadtgestaltung und die aktuelle Nachfrage nach modernem, großzügigem, barrierefreiem und sehr gut ausgestattetem Wohnraum erfüllt“ so Bürgermeister Michael Abraham. „Mit den vierzehn neu entstehenden Wohnungen ist die Stadt Rehau ihrem Ziel, ausreichend modernen Wohnraum in Innenstadtnähe zu schaffen, wieder einen großen Schritt nähergekommen. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Gewog Wohnungsbaugesellschaft konnten die langjährigen Planungen nun in die Tat umgesetzt werden.

Damit schafft die Gewog die Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung der Rehauer Innenstadt

Die Vorgeschichte zu diesem Projekt begann bereits im Jahr 2010. Damals hat die Stadt Rehau begonnen, zwischen Schwesnitz und Hammermühlweg die Grundstücke zu erwerben und daraufhin die Altgebäude abgebrochen. Das letzte Grundstück wurde 2017 erworben und das Gebäude 2018 abgebrochen. Ende September 2019 ist der auf der Basis eines Architektenwettbewerbs durch die Stadt entwickelte Bebauungsplan „An den Marktwiesen“ in Kraft getreten. Dieser sieht die Neuordnung des Verlaufs der Erschließungsstraßen, die Anlegung eines Fußweges mit Brücke über die Schwesnitz, die Gestaltung von Grünflächen und die Errichtung von zwei mehrgeschossigen Wohngebäuden vor.

Dies wird ein Beispiel wie man in Zukunft wohnen wird

„Man sieht hier ein Gebäude ohne Keller, und einen ziemlichen Aufwand, der mit den Fundamenten betrieben wird. Aber das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich jetzt immer wieder vergeblich darauf gewartet habe, ein gebautes Beispiel eines solchen Gebäudetyps zu sehen. 2015 zur Flüchtlingswelle, war in jeder Fachzeitschrift, ein Artikel drin, wie man denn in Ballungsräumen nachverdichten könnte, Parkplätze am Hasenbergl in München überbauen könnte, Gebäude auf Stelzen stellen könne, und oben drin wohnen könnte, und sonst nicht verändern müsste. Ich habe kein gebautes Beispiel in den nachfolgenden Fachzeitschriften gesehen. Deshalb müssen wir das nun mal selbst realisieren. Hier hat es einen anderen Grund, Platz gibt es ja in Rehau genug, aber die Linie vom Bürgermeister ist klar, Leerstände vermeiden und Brachgrundstücke aufarbeiten und von Resten befreien, dies ist ja das Hauptproblem in ganz Deutschland, da die Erbengemeinschaften die Finger draufhaben, und damit nichts verändert wird. Und in der Stad Rehau ist man in der glücklichen Lage, dass man solche Objekte erwerben kann. Denn die Nähe zur Innenstadt ist genial.

Komplett barrierefrei

Das zu errichtende Gebäude wird 5 Stockwerke bekommen, wobei das Erdgeschoss unterhalb des Niveaus des Hammermühlweges liegen und die Stellplätze, Abstellräume, Technik-, Geräte- und Müllräume aufnehmen wird. Es werden 14 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 1.390 m² entstehen. In den Obergeschossen 1 bis 3 werden sechs 4-Zimmer-Wohnungen (124-129 m²) und sechs 2-Zimmer-Wohnungen (57-62 m²) und im vierten Obergeschoss zwei sog. „Penthouse-Wohnungen“ mit großzügigen Terrassenflächen (jeweils 137 m²) errichtet. Der überwiegende Teil der Carports erhält einen Stromanschluss für die Ladung von E-Autos. Die Abstellräume erhalten ebenfalls Stromanschlüsse und sind groß genug und ebenerdig zugänglich für E-Fahrräder. Das Gebäude erhält einen Aufzug und ist komplett barrierefrei.

Kosten

Die Fertigstellung des Neubaus soll bis Ende 2021 erfolgen. Das Wohnbauprojekt ist mit Gesamtkosten von rund 4,9 Mio. EUR veranschlagt. Die GEWOG plant alle Wohnungen selbst zu vermieten. Ob einzelne Wohnungen auch als Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten werden, wird noch entschieden. Voraussichtlich ebenfalls im Laufe des Jahres 2021 wird die Stadt Rehau dann auch die Maßnahmen zur Neuordnung der öffentlichen Fläche im Bereich der Straßen, Grünflächen und Fußwege mit Zuwendungen aus der Städtebauförderung durchführen. Mit diesem Projekt trägt die Gewog Rehau erneut zu Aufwertung der Rehauer Innenstadt bei und stellt dem Rehauer Wohnungsmarkt dringend benötigte hochwertige Wohnungen zur Verfügung, ohne zusätzlichen Verbrauch von Naturflächen.


Auf dem Foto zu sehen:

v.l.n.r.: Gewog-Geschäftsführer Wolfgang Tuma, Schwababau-Polier Reiner Stöger, Gewog-Geschäftsführer und Architekt Jürgen Becker, Gewog-Geschäftsführer Ulrich Beckstein und erster Bürgermeister Michael Abraham bei der Versenkung der Kupferrolle, mit dem Inhalt der aktuellen Frankenpostausgabe, einer Münzsammlung von 3,88 Euro und einige Baupläne im Fundament des Pilotprojektes der Gewog-Rehau. (Foto von Uwe von Dorn)

[PLEASE FIX!] Please choose your cookie preferences: