Bahnhofstraße 3 wird vollständig saniert

Erneut konnte ein Gebäude in der Innenstadt vor dem Verfall bewahrt werden. Bauherr Walter Igl saniert die Bahnhofstraße 3 und schafft damit modernen Wohnraum in zentraler Lage in der Innenstadt. Es ist bereits sein viertes Objekt, das er in Rehau herrichtet. Das Gebäude Bahnhofstraße 3 liegt im Sanierungsgebiet II der Stadt Rehau und ist somit förderfähig im Rahmen der Städtebauförderung.

Walter Igl erwarb das marode Objekt im Dezember 2020, nachdem die ursprünglichen Pläne einer Neuordnung mit dem Nachbargebäude nicht realisiert wurden. Das Haus wurde nach dem Stadtbrand 1817 errichtet und als Wohnhaus mit Gaststätte genutzt. Daran soll sich auch künftig nichts ändern. Geplant sind die Modernisierung des Innenraums und die Sanierung der Fassade. „Was aus der ehemaligen Gaststätte im Erdgeschoss wird, damit beschäftige ich mich in 2-3 Jahren. Vorrangig werden die Wohnparteien fertiggestellt“, so Walter Igl bei einer ersten Besichtigung nach Baubeginn im Juni 2021. Auch die Fassade ist dann erst im nächsten Jahr dran. Genaue Vorstellungen dafür gibt es jedoch bereits. Der Eingang über die Bahnhofstraße bleibt erhalten und somit wird die alte Ansicht rekonstruiert. Die Fassade soll dann auf das historische Vorbild von der Jahrhundertwende zurückgebaut werden. Eben dieser Teil der Sanierung wird vom Staat im Rahmen des Fassadengestaltungsprogramms gefördert.

Im Inneren entstehen derzeit 5 Wohnungen. Drei davon haben ca. 50 qm, das Appartement mit 85 qm ist das größte und eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 25 qm wird sogar teilmöbliert angeboten. Um genügend natürliche Helligkeit in die Räume zu bringen, wurden die Fensterelemente des Hinterhofes gegen bodentiefe Fenster ausgetauscht. Diese dienen auch als Zugang zu einem kleinen Balkon. Bereits Ende des Jahres sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

In den kommenden 3 Jahren Bauzeit steht neben dem restlichen Innenausbau und der Fassadengestaltung auch noch die Sanierung des Dachs auf den Plan. Bei bisher ca. 1480 Arbeitsstunden in Eigenleistung ist vor allem eins wichtig: Die Motivation. Und genau die hat Walter Igl: „Bei so einer Baumaßnahme ist ein technischer Plan erst einmal an zweiter Stelle. Die Motivation, immer weiter zu machen, die ist das A und O - auch, wenn man oft einmal nicht weiß, wo man anfangen soll.“

Mit der zeitgemäßen Modernisierung der historischen Bausubstanz wird ein weiterer Leerstand in der Innenstadt in Sichtweite des Maxplatzes beseitigt. Die passenden Worte findet der Bauherr auch hier: „Jedes Haus ist ein Stück Stadt. Und genau deswegen sollte es auch erhalten bleiben und nicht durch etwas Neues ersetzt werden.“

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