20 Jahre Strompartnerschaft zwischen Stadt Rehau und Bayernwerk

20 Jahre ist es her, dass die damalige Energieversorgung Oberfranken (EVO) die Stromversorgung in Rehau übernommen hat. Die Stromgeschichte Rehaus spiegelt die Veränderungen und Entwicklungen in der Energieversorgung in den letzten 20 Jahren wider. Die EVO ist im Jahr 2001 im heutigen Bayernwerk aufgegangen. Gemeinsam mit der Gemeinde blickt das Bayernwerk auf eine erfolgreiche Strompartnerschaft zurück.

Seit 20 Jahren ist die heutige Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) Strompartner der oberfränkischen Stadt Rehau. „Rehau steht spiegelbildlich für die tiefgreifenden Veränderungen in der bayerischen Energielandschaft, die in den letzten 20 Jahren stattfanden. Unternehmerische, energiewirtschaftliche und ökologische Herausforderungen stehen bis heute auf der Agenda. Dass wir heute in Rehau als ein traditionsreiches, nahbares aber ebenso zukunftsgewandtes und innovatives Bayernwerk das fortführen, was wir damals als EVO begonnen haben, ist eine Antwort darauf“, erläuterte Ingo Schroers, Leiter des Kommunalmanagements des Bayernwerks. Heute gehe es darum, Klimaschutz, E-Mobilität, Speicherlösungen und eine möglichst ökologische und dezentrale Erzeugung als Eckpfeiler der Energiezukunft voranzubringen. „Zukunft gestalten ist die Aufgabe, die wir uns als Bayernwerk stellen“, betonte Ingo Schroers.

Neue und intelligente Netze für die Herausforderungen von heute

Mitte des Jahres 1999 hat die damalige EVO den Strombereich in Rehau übernommen. Heute kümmert sich das Bayernwerk mit seinen Gesellschaften um die Strominfrastruktur und Dienstleistungen in der Wasserversorgung. In den 20 Jahren Partnerschaft hat das Bayernwerk das Rehauer Stromnetz intensiv modernisiert und die Versorgungssicherheit optimiert. Bis 2010 wurden beispielsweise auf Basis eines neuen Mittelspannungskonzepts die technischen Anlagen im Stadtkern komplett erneuert. In Faßmannsreuth, Dobeneck, Pilgramsreuth, Woja oder Fohrenreuth wurden die Ortsnetze verkabelt. 2014 wurden mit sogenannten regelbaren Ortsnetztransformatoren die ersten intelligenten Netzkomponenten installiert, die in der Lage sind, auf lokaler Ebene einspeisebedingte Spannungsschwankungen automatisiert auszugleichen. In 2018 wurden ein Schalthaus und eine sogenannte Übergabestation neu gebaut. Im laufenden Jahr wurde die Mittelspannungsleitung Rehau-Neukühschwitz neu verkabelt. „Zudem haben wir in diesem Jahr die erste intelligente Ortsnetzstation in Rehau und damit eine der ersten in Bayern installiert. Diese Station ist ein technisches Novum, das der Energiezukunft neue Türen öffnet“, erläutert Bayernwerk-Kommunalbetreuer Ralf Schwarz. Damit habe Rehau einen weiteren großen Schritt in das intelligente Netz der Zukunft getan.  

Hohe und wachsende Einspeisung aus erneuerbarer Energie

Das sei notwendig, da das Rehauer Energienetz heute im Vergleich zu 1999 mit der Einspeisung aus dezentralen Erzeugungsanlagen eine völlig neue Herausforderung habe. Ralf Schwarz: „245 Anlagen mit einer Leistung von rund 15 Megawatt speisen heute in das Rehauer Stromnetz ein. Durch Sonne und Wind geschieht das je nach Witterungsbedingungen, also sehr unregelmäßig. Um die Stabilität des Netzes trotzdem auf höchstem Niveau zu halten, braucht es innovative Lösungen mit intelligenten Netzkomponenten. Versorgungssicherheit ist für alle wichtig. In hohem Maße auch auf die starke Industrie in und um Rehau.“

Nachhaltige Lösungen für besseren Klimaschutz

Eine moderne Strominfrastruktur ist die Basis für effizienten Energieeinsatz. „Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz. Große Potentiale gibt es dabei auch in der Straßenbeleuchtung“, so Schwarz. In Rehau habe man im Jahr 2014 rund 2.000 Straßenleuchten auf modernen LED-Betrieb umgestellt. Damit spare man im Vergleich zur alten Lösung jährlich erhebliche Mengen an CO2-Emissionen ein.

Ingo Schroers: „Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten 20 Jahren und freuen uns sehr, gemeinsam in Rehau die Weichen für die örtliche Energiezukunft zu stellen.“