Der Neubau

Der Baukondukteur Johann Wilhelm Baumann aus Hof war 1817 von der Regierung mit der Planung und Durchführung einer neuen Stadtanlage beauftragt worden. Das Ergebnis dieses enormen Bauunternehmens prägt noch heute das Bild Rehaus. Es entstand eine Stadt mit breiten, schnurgeraden Straßen, die rechtwinkelig von Querstraßen geschnitten werden und in der Mitte einen weiten freien Platz einschließen.

Alle Dachtraufen waren parallel zur Straße ausgerichtet geplant. Insgesamt entspricht dies dem damals vorherrschenden Geschmack des Klassizismus und dem Bedürfnis, künftigen Feuergefahren entgegenzuwirken. Hierzu wurden nicht nur die Straßen verbreitert, sondern sämtliche Neubauten vollständig aus Stein aufgebaut und mit Brandmauern geschützt. Die Scheuen wurden außerhalb der Stadt errichtet.

Durch den Neubau war es notwendig die Bauplätze der meisten Häuser zu verändern und Grundeigentum auszutauschen. Das Eigentum der einzelnen Bürger wurde hinsichtlich der früheren Baustellen und Hofrechte fast gänzlich zusammengeworfen, neu verteilt und ausgeglichen.

Es konnten nach Musterplänen insgesamt 4 Typen von Wohnhäusern errichtet werden, diese mussten von der Königlichen Regierung genehmigt werden und wurden anschließend dem zukünftigen Bauherrn zwecks Auswahl der Hausgröße und Erhalt des notwendigen Bauplatzes vorgelegt.

Trotz einer gewissen Individualität jedes Wohnhaustyps besaßen alle folgende Gemeinsamkeiten: einen Sockel, 10 Fuß Höhe im Erdgeschoß und 9 Fuß im Obergeschoß. Die Fenster waren alle von einheitlicher Größe, lediglich die des Obergeschosses waren einen halben Fuß höher.

Entlang den Hauptstraßen waren ausschließlich zweistöckige, steinerne, mit Schiefer oder Ziegel gedeckte, in den Nebenstraßen eingeschossige, massive Häuser vorgesehen. Bis 1824 war der Wiederaufbau der Stadt weitestgehend abgeschlossen.

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