Kulturtage Rehau

Rehau -  ganz im Zeichen der Kultur

Drei Tage lang genoss Rehau ein wahres Kulturfeuerwerk. Am Freitag startete das Kulturevent mit  der Eröffnung des Infozentrums und der verkaufslangen Nacht, zu der viele Geschäfte ihre Türen bis spät in die Nacht geöffnet hatten. Am Samstag folgte die WirtshauskulTour  durch die heimischen Gaststätten und am Sonntag schloss der Kulturmarathon mit dem Tag des offenen Denkmals. An allen drei Tagen gab es viel zu entdecken, zu erleben und zu bestaunen.

Der Freitag – verkaufslange Nacht

In den frühen Abendstunden fand die offizielle Eröffnung des Infozentrums statt. Bürgermeister Michael Abraham hieß hierzu gut 40 Gäste willkommen. Er erörterte, wie wichtig ein zentralgelegener Punkt nicht nur für die Rehauer sei. Gerade die große Zahl an Einpendlern solle sich hier über das große Angebot der Stadt informieren können. Mit einem Sektempfang startet das Infozentrum in die Kulturtage. Zahlreiche Besucher kamen den ganzen Abend über in die Räumlichkeiten des Alten Rathauses. Im ersten Stock gab es eine Ausstellung der Freien Gruppe 99, die mit ihren Künstlermarkt nicht nur Malerkollegen ansprachen. Robert Schäfer M. A. hielt einen bemerkenswerten Vortrag über die Modellstadt Rehau, in dem er auf die markante Besonderheit unserer schönen Stadt einging. Er schilderte den Wiederaufbau unter der Leitung von Baukondukteur Baumann.  Aber auch außerhalb des Alten Rathauses wurde ziemlich viel geboten. Im Kunsthaus konnte man Kunst ganz neu entdecken. Die Taschenlampenführungen waren ein ganz besonderes Erlebnis, die Ausstellung der Gallerie Floss & Schulz aus Köln lud zum Verweilen ein. In der Kirche St. Jobst verzauberte Andrea Marie mit ihrer Stimme die Konzertbesucher. Die bekannte Größe aus dem Fernsehen sang ihre Lieder unplugged, was dem Konzert eine besondere Note verlieh. Auf dem Maxplatz stellte die Feuerwehr historische Feuerwehrfahrzeuge aus, die nicht nur bei Kindern für Begeisterung sorgten. In der Ludwigstraße und in der Bahnhofstraße haben zahlreiche Geschäfte Besonderheiten für die Besucher vorbereitet. Mit Stockbrot vom Lagerfeuer, Dosenwerfen und kulinarischen Schmankerln gelang genau das, was die verkaufslange Nacht erreichen wollte: Flanierende Menschen, die die Zeit in Rehau genießen und auf das große Angebot in der Innenstadt  aufmerksam werden. Den Höhepunkt aber bildete die Feuerinszenierung im Alten Rathaus. Mittels Lichttechnik wurde in den Fenstern ein Feuer inszeniert, das einem Echtem glich. Mit viel Rauch und einer Geräuschkulisse stand das Alte Rathaus in Flammen.

Der Samstag – die Rehauer WirtshauskulTour

Die WirtshauskulTour wurde schon im letzten Jahr sehr gut von den Gästen angenommen. Mit der Aktion soll den  rückläufigen Besucherzahlen in den Gaststätten entgegen gewirkt werden – und das scheint zu funktionieren. Sieben Gaststätten beteiligten sich an der WirtshauskulTour. Alle so nah beieinander, das man gemütlich von einem Standpunkt zum anderen schlendern kann und jede Gaststätte für sich mit einem eigenen Programm.

Alle Gastgeber haben sich für die Gäste etwas einfallen lassen, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. In der Gaststätte der Garten und Naturfreunde Rehau lauschten die Gäste den Countryklängen mit Travis Triutt und Barry P. Foley, während im Hotel Krone der Liedermacher Rufus Rose aus Leipzig den Abend musikalisch untermalte. Gemütlich ging es bei der Kommunbräu zu – im Schalander zusammensitzen und Bernsteinbier zu genießen, gilt als gelungener Abend. Im VfB Heim wurde das Tanzbein geschwungen, wenn Joe Piffl, bekannt durch die Fellow Rovers, sich durch die verschiedenen Jahre Musikgeschichte spielte.  Auch das Bistro El Gusto und das Cafe Mocca, die auf Beats und Cocktails setzten, fanden ihren Anhänger, so dass jede Bedienung an diesem Abend sich nach gelaufenen Kilometern hätte bezahlen lassen sollen. Ein ganz besonderes Erlebnis war der Besuch in der Wolfsschlucht. Der langjährigen geschlossenen Gastwirtschaft hauchte die Mitglieder des CSU Ortsverbands wieder neues Leben ein – sehr zum Gefallen der Gäste. Brechend voll war die Wolfsschlucht. Und das schon vor der eigentlichen Eröffnung um 19:00 Uhr. Mit Wirtshausmusik auf dem Akkordeon von Jürgen Icks und Tobias Klug bleibt der Abend den Gästen in lebhafter Erinnerung. Zumal die beiden Musikanten stimmgewaltig von einer bunten Truppe unterstützt wurden, die vom „Leipoldsnickl“ bis zum „Korn“ ein unterhaltsames Repertoire an Texten parat hatten.  Die WirtshauskulTour bot das, was die Gäste sich gerne öfters wünschen: Live-Musik, Unterhaltung, Partyflair. Vielen waren von der WirtshauskulTour begeistert und hoffen auf eine feste Größe im Veranstaltungsjahr.

Der Sonntag - Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto „Macht und Pracht“ stand der diesjährige Tag des Denkmals. Überall in der Region wurden Denkmäler zugänglich gemacht, Prachtbauten geöffnet und die Besucher eingeladen, sich mit der Heimatgeschichte zu befassen. Rehau macht da keine Ausnahme und war und ist schon immer eine Reise wert gewesen. Für viele Rehauer öffneten sich am Tag des offenen Denkmals viele Türen, die bis dahin verschlossen waren oder vor vielen Jahren ganz selbstverständlich besucht wurden. Die Pestalozzischule zum Beispiel wurde von unzähligen „Ehemaligen“ besucht. Und schnell merkte man, dass sich so manche Erinnerung ins Gedächtnis schleicht, die schon lange in Vergessenheit geraten ist. Für die Besucher war die Kirche Sankt Jobst geöffnet,  das Museumszentrum in Rehau, das Kunsthaus IKKP und die evangelische-lutherische Pfarrkirche in Pilgramsreuth. In der Mechanischen Werkstätte im Angergässchen fühlte sich so mancher Besucher in der Zeit zurück gesetzt. Die Ausstattung dieser Schmiede zeigt ihren Betrachtern mechanische Geräte zur Metallbearbeitung, wie sie für die damalige Zeit üblich waren. Wie anstrengend das Werken damit war, zeigte Florian Rothemund. Der Hobbyschmied führte unter den neugierigen Augen der Besucher sein Können vor und modellierte kleine Präsente für die Besucher. Unterstützung erhielt er von seinen „Azubi“, der mit Feuereifer  ebenfalls mit Hammer und Amboss werkten. Auch hier trafen Menschen ein, die schon Jahrzehnte in Rehau leben – aber noch nie in der Werkstatt, die einst die Lehrwerkstatt von Dr. h. c. Vogt war, waren. Der Tag des offenen Denkmals lässt die Menschen nachdenklich werden: Vieles verändert sich so schnell und doch bleibt manches als ein Stück Geschichte -  in den Gedanken der Menschen.

Natascha Tröger




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